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MUSIKSCHULE DONAUESCHINGEN BEGEISTERT MIT FACETTENREICHEM SCHULJAHRESABSCHLUSS
Mit einem spannenden und abwechslungsreichen Konzert im Strawinsky-Saal der Donauhallen beendete die Musikschule Donaueschingen das laufende Schuljahr. Talentierte Solisten und verschiedene Ensembles präsentierten dem Publikum ein anspruchsvolles Programm.
Der erste Teil des Konzerts stand im Zeichen des musikalischen Nachwuchses. Trotz teils kurzer Unterrichtsdauer beeindruckten die jüngeren Schüler mit beachtlichen Leistungen: Tetiana Andrusyshyn überzeugte am Klavier mit einer Ballade von F. Burgmüller, während Zoé Le Faou-Karcher auf ihrer Violone eine Gavotte von F. J. Gossec zum Besten gab. Klara Haller interpretierte gemeinsam mit ihrem Lehrer Milos Stankovic eine Sonatine von W. A. Mozart. Für ein erstes großes Highlight sorgte Julian Kroll mit der technisch wie musikalisch anspruchsvollen Etüde c-Moll von F. Chopin. Das gut eingespielte Duo Tabea Kusoglu und Klara Urlaub präsentierte sich harmonisch mit einem Scherzo von G. P. Telemann, gefolgt von George Kusoglu, der Chopins „Minutenwalzer“ mit bestechender Leichtigkeit vortrug. Eine ganz besondere Stimmung zauberte das Geschwisterpaar Tabea und George Kusoglu in den Saal: Bei ihrer filigranen und perfekt abgestimmten Darbietung des Nocturnes op. 20 cis-Moll – bekannt aus dem Film „Der Pianist“ – wagte das Publikum kaum zu atmen.
Ein emotionaler Abschied folgte im Anschluss: Antonius Hall verabschiedete sich nach fast 20 Jahren Unterricht an der Musikschule mit Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge c-Moll aus dem Wohltemperierten Klavier. Zum Abschluss seiner Musikschulzeit gelang ihm eine hervorragende und reife Interpretation.
Einen erfrischenden Kontrast zum klassischen Programm bildete das neu gegründete Modern-Dance-Ensemble der Abteilung Kunstschule unter der Leitung von Jessica Helbig. Die acht jungen Tänzerinnen begeisterten das Publikum mit einer ausdrucksstarken Aufführung – eine beachtliche Leistung nach erst zehn Monaten gemeinsamen Trainings.
Das große Finale gehörte dem Danube Folk Ensemble mit Klängen aus Südamerika und Europa. Für das Ensemble war es ein historischer Auftritt: Es war das letzte Konzert unter der Leitung von Michael Wild, welcher die Formation vor über 20 Jahren gegründet und seither geprägt hat. Die Musikerinnen und Musiker versprühten spürbare Spielfreude und zelebrierten den Wechsel aus lebhaften, rhythmischen Stücken und melancholischen Klängen. Nach stürmischem Applaus entließ das Ensemble das begeisterte Publikum mit der venezolanischen Zugabe „Joropeando“ in den Sommer.
Im Rahmen unseres Abschlußkonzertes wurden neben Michael Wild auch unsere verdienten Klavierkolleginnen Beate Maier-Mußgnung und Eri Ogawa-Listmann in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Alle drei Lehrkräfte prägten unsere Musikschule über mehrere Jahrzehnte mit und begleiteten zahlreiche Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Musik.